St. Wendel, 17.06.2021, von Alessandro Geßner

Ausbildung in Corona Zeiten

Die aktuelle Lage macht es den Einsatzkräften im THW nicht leicht zu üben. Wie haben wir es bis jetzt geschafft und wie geht es weiter?

Unter besonderen Hygieneauflagen müssen die Einsatzkräfte auch während der Pandemie ihren Aufgaben nachkommen.

Frühjahr 2020: Die Ausbildung des THW ist noch nicht von den jüngsten Ereignissen betroffen. Alles läuft wie gewohnt. Im wöchentlichen Rhythmus treffen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Unterkunft um zu üben und sich weiterzubilden.

Dabei geht es um theoretische Themen, wie Belehrungen, Sicherheitsunterweisungen und um ganz praktische Sachen wie das Anheben von Lasten oder das Ausleuchten von Einsatzstellen.

Jede Einsatzkraft übt mit der jeweiligen Gruppe, der sie zugeteilt ist. In St. Wendel sind das folgende:

- Zugtrupp

- Bergungsgruppe

- Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung

- Fachgruppe Räumen

- Fachgruppe Elektroversorgung

Je nach zugehöriger Einheit sind auch die Aufgaben andere.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die gemütliche Runde nach den Ausbildungen. Hier konnten sich die freiwilligen nach getaner Arbeit austauschen und einfach etwas plaudern.

Doch dann kam der Einschnitt in das Leben der THW-Angehörigen.

Aufgrund der Pandemie wurde eine Matrix erstellt, anhand welcher erlaubte Aktivitäten aufgelistet werden. Im OV St. Wendel wurde ein eigenes Hygienekonzept erstellt, damit ein Maximum an Übungen möglich gemacht werden konnte. Doch nach dem Sommer 2020, als die Inzidenzen wieder steigen ist schnell klar, dass eine Präsenzausbildung nicht mehr möglich sein wird.

Schnell wurde hierauf reagiert und ein bereits ausgearbeiteter Plan zu Online-Ausbildung umgesetzt. Es wurde sich also auf theoretische Themen beschränkt, welche von den Ausbildern durchgeführt wurden und jede Helferin und jeder Helfer von Zuhause teilnehmen konnte. Dies war eine gewaltige Umstellung für die sonst so praktisch arbeitenden THWler.

Doch auch diese Art von Ausbildung wurde ohne große Probleme zur Routine. Die Helferinnen und Helfer stellten sich auf die neue Situation ein und machten das beste draus.

Nun ist es wieder so weit. Seit Anfang Juni können unter strengen Hygieneauflagen und einem klaren Konzept wieder Ausbildungen abgehalten werden. So auch wieder praktische Themen wie die Atemschutzübung der Bergungsgruppe oder die Fachkunde über verschiedene Sicherungstypen bei der Fachgruppe Elektroversorgung.

In Zukunft wird das bestehende Konzept weiter angewandt und der Situation angepasst, so dass die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten werden kann und unsere Einsatzkräfte gut vorbereitet sind.


  • Unter besonderen Hygieneauflagen müssen die Einsatzkräfte auch während der Pandemie ihren Aufgaben nachkommen.

  • Die Atemschutzübung ist eine der wenigen Aktivitäten, bei denen nicht viele zusätzlich Maßnahmen zu treffen sind.

  • Die praktische Ausbildung geht auch in der Fachgruppe Elektroversorgung weiter. Hier mit der Fachkunde über verschiedene Sicherungstypen.

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